Kunst

Herbert X. Maier

Herbert X. Maier, geb. 1959 in Haslach, ist ein deutscher Maler. Er lebt und arbeitet in
Freiburg i.Br.

Das Biid „Der letzte europäische Rest“, Größe 310 x 190 (Complementary) zeigt ein
Bildpaar. Auf ein pastos aufgetragenes ungegenständliches Bild antwortet ein naturalistisch
gemalter Kopf, in Gestalt eines vielschichtigen Aufbaus mit transparenten Farblasuren.
Die Perfektion des Gegenständlichen der einen Seite erhöht zugleich Wert und
Akzeptanz der abstrakten Arbeit. Das Bildpaar zeigt nicht das Sichtbare, es macht sichtbar.

Dem „Speicher malangaan“, Größe 130 x 140, liegt Maiers Vorstellung von Malerei als
Speicher zugrunde. Speichern versteht er als malerische Verdinglichung von Zeit und
Raum. Das Bild glänzt, die Fläche löst sich im Raum auf, sie setzt sich in Bewegung.
Auf direkten Untermalungen entstehen z.B. rote, blaue, grüne, gelbe Farbflächen, indem
die Ölfarben sehr dünnflüssig nach und nach lasierend in einem langwierigen Arbeitsprozess
in Schichten aufgetragen werden. Das Auge erkennt die verschiedenen
Ebenen. Bei der Lasurtechnik bleibt das Licht nicht an der Oberfläche haften, es geht
durch die Farben hindurch und reflektiert am Bildgrund. Das Bild umfasst ca. 60 – 70
Schichten.
Maier nimmt die Fläche als Ausgangspunkt der Malerei, mit der Lasurtechnik schafft er
durch Schichtenverschachtelung mehr Fläche durch Tiefe und Bewegung, die Bilder benötigen
„Sehzeit“. Das Bild erfährt Volumen und Struktur, die Zeit wird gegenwärtig.
Herbert X. Maier ist ein bedeutender Maler in der zeitgenössischen Kunst.

Dieter Gersemann
23.04.2026

Peter Dreher

Peter Dreher, geb. 1932 in Mannheim, gest. 2020 in Freiburg i.Br., hat über 40 Jahre immer wieder
ein Glas gemalt, entstanden sind mehr als 5.000. Die Leinwände messen immer 25 x 20 cm. Das
Glas im Bild entspricht der Größe des realen Glases. Das graue Glas steht vor einem grauen Hintergrund.
Die Glasbilder sind durchnummeriert.
Peter Dreher hat Kunst in Serie gemalt, wenn er ein Glas malte, dann war das ein guter Tag für ihn
– Tag um Tag guter Tag. Er war dem Bild näher als der Wirklichkeit, im Bild entstand für ihn eine
andere Art von Realität. Das Glas ist dabei nur Gegenstand wie irgendein anderer.
Er wollte immer das gleiche Bild (Glas) malen, doch das Glas erscheint an verschiedenen Tagen
nicht als dasselbe, höchstens als das gleiche. Man denkt über Zeit nach.
Peter Dreher hat weitere Serien gemalt, so Kleeblumen, Silverbowles, Vitrinen, Glühbirnen, schöne
Tage im Hochschwarzwald, etc. Die Serien sind Ausdruck für Dauer und zugleich Stehenbleiben.
Die Vitrinen (Schalen) sind z.B. mit Früchten gefüllt, auch einmal mit einem Wasserglas. Die Vitrinen
sind wie Schaukästen, sie zeigen – im Gegensatz zu den Gläsern – zum Teil schon fast sinnliche
Freuden.

Dieter Gersemann
20.04.2026